Ein Haus voller Geschichte

 

Der Gasthof des "schwartzen Beern" am unteren Ende des Marktplatzes zählt zu den ältesten erhaltenen Häusern in der Stadt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben seine Erbauung für das Jahr 1528 bestimmt. Besonders ausgezeichnet wird er darüber hinaus durch den für das Jahr 1516 überlieferten Bau eines eigenen Brauhauses. Damit verfügt der "Bär" über eines von nur drei im Altstadtbereich zugelassenen Brauhäusern, vielleicht sogar über das älteste überhaupt. Alle anderen Weißenburger Wirte, die zum Bierbrauen zugelassen waren (Mitte des 18. Jahrhunderts waren das weit über zwanzig) mussten nach Losentscheid in diesen drei Häusern brauen - und dafür sowohl dem Brauhausbesitzer wie auch dem verantwortlichen städtischen Braumeister eine Gebühr entrichten. Reife und Lagerung der eigenen Biervorräte erfolgt zunächst in den großen Kellern unter dem Gasthaus, die durch einen eigenen Zugang rechts des Haupteingangs erschlossen waren. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts erschloss sich der Bärenwirt einen Felsenkeller im "Bärenloch" am Fuße der "Alten Burg". Zur Brauerei gehört auch noch ein um 1800 gebauter großer Stadel (heute als "Bärenscheune" Teil des "Neuen Rathauses").

Die mittelalterlichen Bauteile des ehem. Brauhauses sind noch immer erkennbar, auch wenn die Einrichtung längst verschwunden ist. Die Einstellung des Braubetriebs erfolgt durch Abmeldung zum 1. Oktober 1906. Der Gastwirt Adolf Weißel ließ anschließend im ehem. Brauhaus einen Saal einrichten. Hier wurde zeitweise eines der alten Weißenburger Kinos ("Metropol") betrieben, nach dem zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die amerikanische Militärregierung den Saal als Durchgangslager und anschließend begann der bekannte heimatvertriebene Unternehmer K. Barnerthier seine Korsettfabrikation. Auch in der Lokalpolitik war die Brauereigaststätte ein gewichtiger Faktor. Als Versammlungsort gab sie am Ende des 19. Jahrhunderts sogar einer Wählergemeinschaft ihren Namen: der "Bärenpartei".

 

Reiner Kammerl, Stadtarchivar

 

 

 

 


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